Weiterbildung lohnt sich doch!
Seit zwei Jahren erscheinen regelmäßig Artikel mehr oder weniger informierter Journalisten, in denen immer wieder die nachfolgende Aussage transportiert wird: "Arbeitslose, die eine öffentlich geförderte Weiterbildung durchlaufen, haben weniger Chancen auf einen Job, als solche, die KEINE Weiterbildung wahrnehmen".
Die Aussage stammt aus einer alten Untersuchung von Professor Michael Lechner. Dieser hatte vor einigen Jahren anhand eines sehr kleinen Datenbestandes (aus dem "sozioökonomischen Panel") diesen Zusammenhang nachgewiesen. Er hatte aber auch schon damals auf die erheblichen methodischen Probleme der geringen Stichprobengröße hingewiesen. Das Ergebnis stand unter Vorbehalt. Aber die Aussage "öffentliche Weiterbildung hilft nichts" war für Medien und Politiker zu schön, um durch wissenschaftlich-differenzierte Darstellung beeinträchtigt zu werden.
Im arbeitsmarktpolitischen Bereich wurde diese Studie zur Begründung des extremen Zurückfahrens der BA-Qualifizierungsmaßnahmen seit dem Jahr 2002 herangezogen.
Es blieb bislang nahezu unbeachtet, dass eben jener Forscher Anfang 2005 unter Analyse eines sehr viel größeren Datenbestandes (der zudem mehrere Jahre im "Längsschnitt" umfasste) zu dem ganz anderen Ergebnis kam, dass sich Weiterbildung mittel- und langfristig doch für den (ehemals Arbeitslosen) auszahle.
Zudem war ein Ergebnis der neuen Studie, dass sich längerfristige Maßnahmen (wie z.B. Umschulungen) in hohem Maße für den Teilnehmer auszahlen. Wenn auch erst nach einiger Zeit...
Die Frage ist somit zu stellen:Wie lange braucht's, bis diese Ergebnisse von Journalisten und Politikern wahrgenommen, verstanden und berücksichtigt werden?
Lesen Sie hierzu auch ein Interview mit Professor Dr. Michael Lechner.
Die Aussage stammt aus einer alten Untersuchung von Professor Michael Lechner. Dieser hatte vor einigen Jahren anhand eines sehr kleinen Datenbestandes (aus dem "sozioökonomischen Panel") diesen Zusammenhang nachgewiesen. Er hatte aber auch schon damals auf die erheblichen methodischen Probleme der geringen Stichprobengröße hingewiesen. Das Ergebnis stand unter Vorbehalt. Aber die Aussage "öffentliche Weiterbildung hilft nichts" war für Medien und Politiker zu schön, um durch wissenschaftlich-differenzierte Darstellung beeinträchtigt zu werden.
Im arbeitsmarktpolitischen Bereich wurde diese Studie zur Begründung des extremen Zurückfahrens der BA-Qualifizierungsmaßnahmen seit dem Jahr 2002 herangezogen.
Es blieb bislang nahezu unbeachtet, dass eben jener Forscher Anfang 2005 unter Analyse eines sehr viel größeren Datenbestandes (der zudem mehrere Jahre im "Längsschnitt" umfasste) zu dem ganz anderen Ergebnis kam, dass sich Weiterbildung mittel- und langfristig doch für den (ehemals Arbeitslosen) auszahle.
Zudem war ein Ergebnis der neuen Studie, dass sich längerfristige Maßnahmen (wie z.B. Umschulungen) in hohem Maße für den Teilnehmer auszahlen. Wenn auch erst nach einiger Zeit...
Die Frage ist somit zu stellen:Wie lange braucht's, bis diese Ergebnisse von Journalisten und Politikern wahrgenommen, verstanden und berücksichtigt werden?
Lesen Sie hierzu auch ein Interview mit Professor Dr. Michael Lechner.
bplusr - 4. Jan, 13:58
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks

