Freitag, 12. Juni 2009

Personalentscheider setzen auf Blended Learning und eigeninitiatives Lernen

Trendumfrage auf der Personal & Weiterbildung in Wiesbaden zeigt die Prioritäten in der beruflichen Qualifizierung und deckt Informationsbedarf für Förderung von Weiterbildung in Kurzarbeit auf.

Pfungstadt bei Darmstadt, 09. Juni 2009 – Blended Learning bzw. E-Learning sowie die Stärkung persönlicher Kompetenzen wie Eigeninitiative und Flexibilität gehören zu den wichtigsten Anliegen von Personalverantwortlichen hinsichtlich der beruflichen Qualifizierung. Dies ergab eine Umfrage zur beruflichen Weiterbildung, welche die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) und die Wilhelm Büchner Hochschule unter den Besuchern der soeben zu Ende gegangenen Fachmesse Personal & Weiterbildung durchführten.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass moderne Lernformen wie Blended Learning oder E-Learning und das eigenverantwortliche Lernen der Mitarbeiter in einer engen Wechselbeziehung stehen. „Die Personalverantwortlichen möchten ihre Mitarbeiter weniger denn je zu starren Präsenzveranstaltungen schicken, sie suchen vielmehr nach flexiblen Weiterbildungsmöglichkeiten, die das Engagement des Einzelnen fördern,“ kommentiert Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD und Wilhelm Büchner Hochschule. „Dies unterstreicht die Ergebnisse der TNS-Infratest-Studie zur Bedeutung der individuellen Weiterbildung in Zeiten der Finanzkrise, die im Frühjahr in unserem Auftrag durchgeführt wurde. In dieser schrieben die befragten Personalverantwortlichen der Weiterbildung in Eigeninitiative ebenfalls eine sehr große Bedeutung zu.“

Knapp 90 Prozent der befragten Besucher der Personal & Weiterbildung halten das Fernlernen gerade in Zeiten der Krise für eine geeignete Lernform. Gründe hierfür sind unter anderem die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Weiterbildung und die Möglichkeit, die Lernzeiten an die Auftragslage anpassen zu können. Am wichtigsten ist den Personalern die Tatsache, dass Fernlernen die Flexibilität und die Eigeninitiative der Mitarbeiter fördert. „Flexibel und eigenverantwortlich handelnde Arbeitnehmer denken voraus und finden oft kreative und innovative Lösungen für Problemstellungen. Dies sind Eigenschaften, die natürlich nicht nur in Krisenzeiten gefragt sind“, so Vochazer weiter. Beim Fernlernen, einer Form des Blended Learning, organisieren die Teilnehmer ihren Lernprozess eigenständig und arbeiten mit einem Lernmedienmix aus schriftlichen Studienunterlagen, E-Learning-Materialien wie Computer Based Trainings, Lern-CDs und Videomaterial sowie den interaktiven Kommunikationsmöglichkeiten in Chats, Foren und E-Mail auf dem Online-Campus. Weitere Aspekte der beruflichen Weiterbildung, die den Befragten in Wiesbaden wichtig waren, sind Fremdsprachen und EDV-Kenntnisse sowie Führungskompetenzen.

Information zur finanziellen Förderung von Weiterbildung in Kurzarbeit nötig
Die Bundesagentur für Arbeit bietet Arbeitnehmern und Arbeitgebern verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung von Weiterbildung in Kurzarbeit. Lediglich 54 Prozent der befragten Messebesucher kennen die Förderung gering qualifizierter Arbeitnehmer durch das Bildungsgutscheinverfahren. 39 Prozent wissen, dass die Bundesagentur für Arbeit Weiterbildung in Kurzarbeit durch die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen unterstützt. Dieses Ergebnis zeigt, dass hinsichtlich der staatlichen Fördermöglichkeiten Informationsbedarf besteht. Dies gilt insbesondere für die Finanzhilfen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, mit denen qualifizierte Arbeitnehmer gefördert werden. Nur ein knappes Viertel der Befragten gab an, diese Möglichkeit zu kennen.

Deutsches Weiterbildungsforum 2009

Kein Tag ohne neue Krisenmeldungen. Die Medien sind voll von dramatischen Nachrichten über Milliardenverluste, Auftragseinbrüche, Konkurse oder Massenentlassungen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat uns fest im Griff und betrifft alle: jede Branche, jedes Land, jede Region. Großkonzerne und kleine oder mittlere Unternehmen.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. So haben sich Unternehmen wie Audi, BASF, Daimler, RWE oder Siemens in einem Memorandum für eine verantwortungsvolle Beschäftigungspolitik in diesen Krisenzeiten ausgesprochen. Die Politik agiert mit einem ganzen Bündel kluger Förderinstrumente.

Und viele Beschäftigte nutzen gerade jetzt die Zeit für gezielte Fort- und Weiterbildungen. Was sie wissen: Es gibt eine Zeit nach der Krise. Und Langzeitprobleme wie demographischer Wandel und Fachkräftemangel sind dann nicht verschwunden, sondern durch kurzfristige Entlassungen womöglich noch verschärft. Intelligente Qualifizierung ist das Gebot der Stunde. Doch wie sieht sie in Zeiten der Krise aus? Dieser Frage geht das Deutsche Weiterbildungsforum 2009 nach. Es will zeigen, wo heute erfolgreiche Qualifizierung in Unternehmen und für den Einzelnen gelingt. Es will sichtbar machen, wie »Qualifizieren statt entlassen« praktisch funktioniert und wie auch öffentliche Fördermittel dabei helfen. Und es will moderne technologische Möglichkeiten präsentieren, mit denen das Lernen leicht und effizient gestaltet werden kann.

Websteite des deutschen Weiterbildungsforums

Donnerstag, 26. März 2009

Weiterbildung während der Kurzarbeit soll gefördert werden

Im Rahmen des zweiten Konjunkturpaketes hat die Bundesregierung Änderungen bei der Kurzarbeit-Regelung getroffen. In diesem Zusammenhang wird die Qualifizierung von Mitarbeitern während der Kurzarbeit gefördert, indem in einem solchen Fall die Sozialversicherungsbeiträge übernommen werden.

In diesem Zusammenhang bietet sich natürlich besonders E-Learning bzw. Blended Learning an, denn die Mitarbeiter können dann (teilweise) zu Hause lernen.

Eine gute Zusammenfassung der geplanten Gesetzesvorhaben sowie deren Umsetzung finden Sie hier auf der Seite des Netzwerkes Weiterbildung.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Februar 2009

„Die schwierige Wirtschaftslage wirkt sich auch im Februar auf den Arbeitsmarkt aus. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die Erwerbstätigkeit nahm ab und die Arbeitskräftenachfrage ging weiter zurück. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt.“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Arbeitslosenzahl im Februar: +63.000 auf 3.552.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -66.000

Arbeitslosenquote im Februar: +0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent

Die Arbeitslosigkeit hat sich von Januar auf Februar um 63.000 auf 3.552.000 erhöht (West: +41.000 auf 2.348.000; Ost: +22.000 auf 1.204.000). In den letzten beiden Jahren hatte die Arbeitslosigkeit im Februar jeweils abgenommen. Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den Februar einen Anstieg um 40.000. Dieser entfiel überwiegend auf den Rechtskreis des SGB III. Ausschlaggebend waren erheblich mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit. Der saisonbereinigte Anstieg wurde durch Kurzarbeit in Grenzen gehalten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Februar 66.000 weniger Arbeitslose gezählt. Dieser Rückgang erklärt sich noch mit den saisonbereinigten Abnahmen der Arbeitslosigkeit, die bis zum Oktober 2008 reichten und vor allem von dem Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung getragen waren. Im Rechtskreis SGB III liegt die Zahl der Arbeitslosen mittlerweile über dem Vorjahreswert, während sie im Rechtskreis SGB II noch darunter liegt. Die konjunkturelle Abschwächung wirkt sich im Bereich der Arbeitslosenversicherung stärker aus.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Januar saisonbereinigt um 83.000 gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis Dezember reichen, saisonbereinigt um 9.000 zugenommen. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser saisonbereinigte Anstieg mit den endgültigen Werten für Dezember bestätigt.
Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Dezember auf Januar um 733.000 auf 39,85 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 110.000 zugenommen; der Vorjahresabstand wird also zunehmend kleiner. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,58 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 354.000. Dabei entfällt knapp die Hälfte des Beschäftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen.
Die anderen Formen der Erwerbstätigkeit haben sich im Vorjahresvergleich uneinheitlich verändert: Während sich die Zahl der Selbständigen praktisch nicht verändert hat, ist die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung und die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten zurückgegangen.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Januar auf 3,32 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,7 Prozent.

Die Zahlung von Kurzarbeitergeld soll Arbeitnehmern ihre Arbeitsplätze und Betrieben ihre eingearbeiteten Mitarbeiter erhalten und damit Arbeitslosigkeit vermeiden. Die Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit weisen für das vierte Quartal 2008 eine kräftige Zunahme aus. So wurde im Dezember 2008 an insgesamt 270.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt, darunter an 201.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Von September auf Dezember hat sich die Zahl der Empfänger von konjunkturellem Kurzarbeitergeld um 162.000 und gegenüber dem Dezember 2007 um 187.000 Arbeitnehmer erhöht.

Das gemeldete Stellenangebot insgesamt und darunter auch die ungeförderten Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, haben im Februar saisonbereinigt um 11.000 bzw. 9.000 abgenommen. Nicht saisonbereinigt erhöhte sich der gesamte Stellenbestand von Januar auf Februar um 20.000 auf 506.000. Von diesen Stellen waren 86 Prozent sofort zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 60.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen entfielen 291.000 auf ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das waren 14.000 mehr als vor einem Monat und 53.000 weniger als vor einem Jahr.

Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: http://statistik.arbeitsagentur.de

Mittwoch, 18. Februar 2009

Adobe Acrobat Anwender-Award

Beim Adobe Acrobat Anwender-Award können Teilnehmer eigene Portfolios auf Basis der Vorlagen von Adobe einreichen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Bewerbung, interne Firmenpräsentation, externe Firmenpräsentation und Trainings- bzw. Schulungsunterlagen.

Mit 50 Preisen im Gesamtwert von 10.000.- Euro und einem 47“ Philips LCD Ambilight TV als Hauptpreis haben alle Teilnehmer mehr als reelle Chancen zu gewinnen.

Infos unter www.adobeacrobataward.de

Montag, 12. Januar 2009

Lernplattform und Content für Neukunden besonders günstig

Hamburg, Januar 2009 - Der b+r verlag, Betreiber eines der führenden E-Learning-Portale in Deutschland, bietet Neukunden, die bis zum 31.03.2009 die Lernplattform b+r Learningcenter mieten, äußerst attraktive Konditionen.
Der Sonderpreis für die Miete eines eigenen Mandanten des Learning Management Systems b+r Learningcenter inklusive 7 Lerninhalten (IT-Grundlagen, Windows, Word, Excel, PowerPoint, Access, Outlook) beträgt
  • für maximal 50 gleichzeitig angelegte Teilnehmer nur 80 EUR zzgl. MwSt. monatlich,
  • für maximal 200 gleichzeitig angelegte Teilnehmer nur 150 EUR zzgl. MwSt. monatlich.
Die normalerweise fällige einmalige Einrichtungsgebühr von 380 EUR zzgl. MwSt. entfällt bei Anmeldung bis zum 31.03.2009 ebenfalls. Im Mietpreis ist das Hosting der Plattform sowie 1 Gigabyte Transfervolumen im Monat enthalten. Die Plattform wird an das Corporate Design des Mieters angepasst.


Mit diesem Angebot haben Interessenten ein Jahr lang die Möglichkeit, die Lernplattform und die Lerninhalte unter realen Bedingungen zu testen und dann zu entscheiden, ob das Mietverhältnis fortgesetzt werden soll.

Neben den 7 bereits im Mietpreis enthaltenen Kursen bietet b+r eine Vielzahl weiterer Lerninhalte an. Diese können gegen Berechnung ebenfalls in die Plattform eingebunden werden. Die Abrechnung erfolgt am Monatsende teilnehmergenau. Eine Übersicht der verfügbaren Inhalte steht im Web unter der Adresse www.bplusr.de/content/ zur Verfügung.

Eigene oder zugekaufte Lerninhalte können selbstverständlich ebenfalls in die Plattform eingestellt werden.

Das b+r Learningcenter verfügt u. a. über folgende Funktionen:
  • Benutzerverwaltung
  • Kursverwaltung
  • Gemeinsames Laufwerk
  • Nachrichtenversand
  • Statistiken und Abrechnung
  • Chat
  • Forum
  • Autorentool
  • Testgenerator
  • CMS
  • Katalog- und Warenkorbfunktion
  • AICC/SCORM
  • einfache, intuitive Bedienung
  • hohe Performance auch bei großen Nutzerzahlen
Weitere Infos:
b+r verlag, Frankenstr. 27, 20097 Hamburg, Tel.: 040-35 51 91 10
www.bplusr.de - info [AT] bplusr.de

Mittwoch, 7. Januar 2009

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Dezember und im Jahr 2008

„Das Jahr 2008 war eines der besten Jahre für den Arbeitsmarkt. Allerdings zeigen die Dezember-Daten, dass die Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt erreicht hat. Entsprechend gedämpft ist auch unser Optimismus für das Jahr 2009“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +114.000 auf 3.102.000

Arbeitslosenquote im Dezember: +0,3 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent

Arbeitslosenzahl im Jahr 2008 3.268.000

Arbeitslosenquote im Jahr 2008 7,8 Prozent

Die Arbeitslosigkeit hat sich von November auf Dezember um 114.000 auf 3.102.000 erhöht (West: +74.000 auf 2.059.000; Ost +40.000 auf 1.043.000). Der Anstieg war deutlich stärker als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (+38.000). Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den Dezember eine Zunahme von 18.000. Die positive Grundtendenz, die bereits in den letzten Monaten an Schwung verloren hatte, setzte sich somit nicht mehr fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 304.000 Arbeitslose weniger. Der Rückgang beruht vor allem auf dem Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, aber auch auf den Arbeitsmarktreformen und auf einem rückläufigen Arbeitskräfteangebot.
Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland ist im November nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes saisonbereinigt um 23.000 gestiegen. Nicht saisonbereinigt ist sie von Oktober auf November leicht um 4.000 auf 40,89 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Erwerbstätigkeit um 483.000 erhöht. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Oktober nach der Hochrechnung der BA bei 28,02 Millionen; das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 511.000. Der größte Teil des Zuwachses entfällt auf Vollzeitstellen.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den November auf 2,98 Mio, die Erwerbslosenquote auf 6,8 Prozent.
Durch die Zahlung von Kurzarbeitergeld sollen den Arbeitnehmern ihre Arbeitsplätze und den Betrieben ihre eingearbeiteten Mitarbeiter erhalten und damit Arbeitslosigkeit vermieden werden. Vor Beginn der Kurzarbeit müssen die Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitszeitausfall erstatten. Die Anzeigen sind als potenzielle Zugänge in die Kurzarbeit zu interpretieren. Im November lagen Anzeigen für 164.000 Kurzarbeiter vor. Im Vergleich zum Vormonat war das ein Anstieg um 107.000 und im Vergleich zum Vorjahr um 125.000 angezeigte Kurzarbeiter. Rechnet man die Anzeigen der saisonal geprägten Bau- und Landwirtschaft heraus, kommt man auf 138.000 angezeigte Kurzarbeiter; 87.000 mehr als im Vormonat und 126.000 mehr als vor einem Jahr. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Kurzarbeiter in den nächsten Monaten kräftig erhöhen wird.
Das gemeldete Stellenangebot hat im Dezember saisonbereinigt um 9.000 abgenommen. Nicht saisonbereinigt gab es im Dezember 503.000 Stellen; 42.000 weniger als vor einem Jahr. Neben den gemeldeten Stellen kennt die BA noch zusätzliche Stellen, und zwar 9.000 aus der privaten Arbeitsvermittlung, 216.000 aus ihrer Job-Börse und 150.000 aus dem Job-Roboter. Nach Untersuchungen des IAB kennt die Bundesagentur für Arbeit einen größer werdenden Teil des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots und kann darauf Bewerber vermitteln - teilweise aber erst nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber.

Der Arbeitsmarkt hat 2008 noch von der guten Konjunktur profitiert. Der kräftige Beschäftigungsaufbau und ein leicht sinkendes Kräfteangebot haben die Arbeitslosigkeit 2008 weiter deutlich sinken lassen. Arbeitslosenzahl und –quote lagen unter dem letzten Tiefstand von 2001. Im Jahresdurchschnitt 2008 waren bundesweit 3.268.000 Menschen arbeitslos, 508.000 weniger als im Vorjahr (West: -341.000 auf 2.145.000; Ost: -167.000 auf 1.123.000). Hierbei muss berücksichtigt werden, dass die Arbeitslosigkeit 2008 durch das Auslaufen der vorruhestandsähnlichen Regelungen belastet wurde. Die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik lag mit 1,01 Millionen etwas unter dem Vorjahresniveau.
Von den Arbeitslosen wurden jahresdurchschnittlich 1.011.000 oder 31 Prozent im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 2.257.000 oder 69 Prozent im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III um 243.000 und im Rechtskreis SGB II um 266.000 verringert. Die Anteile an den Arbeitslosen haben sich um 2 Prozentpunkte hin zum Rechtskreis SGB II verschoben.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, belief sich im Jahresdurchschnitt 2008 auf 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 1,2 Prozentpunkte. In Ostdeutschland war sie auch 2008 mit 13,1 Prozent nach wie vor mehr als doppelt so groß wie in Westdeutschland mit 6,4 Prozent.

Im Jahr 2008 hat die BA 38,3 Milliarden Euro eingenommen und 39,4 Milliarden Euro ausgegeben. Damit ergibt sich ein Defizit in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Das operative Geschäftsergebnis, also ohne Berücksichtigung der einmaligen Zuführung in die Rücklage für die Beamtenpensionen, belief sich auf +1,4 Milliarden Euro. Ursprünglich war die BA hier von einem Defizit in Höhe von 2,5 Milliarden Euro ausgegangen.


Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: http://statistik.arbeitsagentur.de

Dienstag, 23. Dezember 2008

Schöne Feiertage

Wir wünschen allen LererInnen schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Forschungsergebnisse und Reflexionen zu Web 2.0-Anwendungen

Augsburg/SH - Pünktlich zur weihnachtlichen Bescherung erscheint die neue Ausgabe von w.e.b.Square, der wissenschaftlichen Onlinezeitschrift des Instituts für Medien und Bildungstechnologie (imb) der Universität Augsburg. Die neue Ausgabe dreht sich rund um das Thema "Jedem das Seine: Der Siegeszug von Social Software und Web 2.0". Getreu der w.e.b.Square-Devise "von Studierenden für Studierende" stehen auch diesmal hochwertige studentische Wissensprodukte wie Dokumentationen und Abschlussarbeiten im Fokus. Das Themengebiet umfasst dabei zahlreiche technische, pädagogische, didaktische und kommunikationswissenschaftliche Fragestellungen zum Umgang und Einsatz von Web 2.0-Anwendungen.
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