MOOCs, Skill Pills und PBL: Chiffren für innovative Bildungsformate

Es war eine ambitionierte Premiere: Über 11 Wochen hinweg lief im Frühjahr der erste deutsche Open Course zum bezeichnenden Thema "Die Zukunft des Lernens". Schnell entstand um den Kurs eine knapp 900 Personen umfassende Community. Wichtigste Lesson learned für die Veranstalter Claudia Bremer (studiumdigitale) und Dr. Jochen Robes (weiterbildungsblog): Es funktioniert. Über ihre Erfahrungen geben sie in der Kongress-Sektion "Innovative Bildungsformate" am 2. Februar ausführlich Auskunft.

Mit dem Onlinekurs zu "Connectivism and Connective Knowledge", den Stephen Downes und George Siemens 2008 durchführten, entstand das Format der "Massively Open Online Courses" (MOOC), das eng mit dem Ansatz des Konnektivismus verbunden ist. MOOCs vermitteln keine vorab festgelegten und von einer Lernplattform abrufbaren Lerninhalte. Vielmehr schaffen sie Anlässe für die Verbindung und Zusammenarbeit von Experten und allen, die ein Interesse an dem Kursthema haben. Es geht nicht nur um die Vermittlung bzw. Aneignung von Wissen, sondern auch um die Vernetzung von Wissensträgern und -ressourcen.

Für "Die Zukunft des Lernens" lieferten Onlinemeetings mit Experten Diskussionsvorlagen, für ihre Beiträge und Kommentare nutzten die Teilnehmer die Tools ihrer Wahl: Blogs, Twitter, Audio etc. Das Open-Course-Format findet immer mehr Nachahmer, wie Claudia Bremer bemerkt: "Das vergangene Jahr hat einen großen Schub gebracht. Die Universität Stanford hat drei Kurse angeboten, zu denen sich über 100.000 Interessenten anmeldeten. Die Universität Tübingen hat einen Kurs zu "Workplace Learning" veranstaltet und im April werden wir einen neuen Open Course zum Thema "Trends im E-Teaching - der Horizon Report unter der Lupe" starten."

Welchen praktischen Wert der Konnektivismus für das Corporate Learning bietet, wird eines der Themen sein, die Bremer und Robes in ihrem Vortrag ansprechen. Einen Anknüpfungspunkt dafür bietet der Beitrag von Klaus Ebert (HUK Coburg): Der Wirtschaftsinformatiker spricht über "Microlearning in der Grauzone zwischen Lernen und Arbeiten" und berichtet über die Ausgabe von "Skill pills" anlässlich einer Softwareeinführung in seinem Unternehmen. Sie führte zu einer beträchtlichen Reduzierung des Supportaufwands.

Den einführenden Vortrag hält Dirk Unterschemmann (FH Wien Studiengänge der WK Wien) zu "Können statt Wissen - warum problembasiertes Lernen (PBL) befähigt." Was anerkanntermaßen zu den größten Lernerfolgen führt - dass Lerner selbstständig realistische Problemstellungen lösen - ist nur in der medizinischen Ausbildung verbreitet, aber noch lange nicht zur generellen Normalität in Unterricht und Lehre geworden.

Unterschemmann: "PBL hat sich in der Bildung bisher nicht durchgesetzt, weil alle Beteiligten, ob Lehrkräfte oder Lernende, an ihren alten Rollen festhalten. Lehrende wollen ihre Machtstellung nicht aufgeben, die Lerner sind es nicht gewohnt, Verantwortung für die Gestaltung der Lernprozesse zu übernehmen." Er hofft auf Impulse aus der betrieblichen Weiterbildung: "Unternehmen sind daran interessiert, dass das Wissen der Mitarbeiter verwertbar ist. Es ist für sie kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um praktische Lösungen zu finden. Ich rechne damit, dass der Druck aus der Wirtschaft auf das Bildungssystem zunimmt. Dies kann zum Ergebnis haben, dass Lernprozesse tatsächlich mehr auf die Kompetenzentwicklung abzielen als auf den bloßen Wissenszuwachs."

Quelle: LEARNTEC

Medienkompetenz als Lebenskompetenz begreifen

Wo steht Deutschland international in der Nutzung der digitalen Technologien? Die Türkei will jeden Schüler mit einem Tablet ausstatten, Korea digitalisiert bis 2015 alle Bildungsinhalte. In Deutschland sind drei Viertel der Bevölkerung online. Aber in mancher Hinsicht ist Deutschland auf dem digitalen Globus noch ein Entwicklungsland. Das muss sich ändern, fordert D21-Präsident und Intel Deutschland CEO Hannes Schwaderer in seiner Keynote zur LEARNTEC-Eröffnung am 31. Januar.

Weiter

Besuchen Sie uns auf der LEARNTEC

Informieren Sie sich über die aktuellsten Angebote und Trends beim E-Learning und besuchen Sie uns an unserem Messestand (C54) während der LEARNTEC 2012.

Informieren Sie sich aus erster Hand über unsere Produkte, z. B.
  • unseren neuen WBTs zum Thema Office 2010
  • unser umfangreiches WBT-Angebot zu unterschiedlichen Themen
  • unser Learning Management System "b+r Learningcenter"
  • unser Assessment-Tool
  • unser Rapid-Authoring-Tool "MagicAuthor" u. v. m.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Gerne senden wir Ihnen eine kostenlose Eintrittskarte. Klicken Sie hier, um einen Termin zu vereinbaren.

E-Learning muss sich neu erfinden

"Die Wachstumsprognosen für diese Art von Weiterbildung lagen in der Vergangenheit meist grandios daneben! Die Menschen sind mit dieser Form des Lernens noch nicht vertraut. Beim E-Learning haben wir das Problem, dass es den natürlichen Lernablauf nicht immer unterstützt und meist „nur“ Wissen vermittelt wird. Menschen wollen sich aber auch mit anderen austauschen..."

Interview mit Reinhold Weiß, Vizepräsident und Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn über die Trends in der Weiterbildung für 2012 auf Der Tagesspiegel.

91.000 Tests innerhalb eines Monats

Die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) bietet bundesweit berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) für Jugendliche unter 25 Jahren an. Ziel dieser durch die Bundesagentur für Arbeit geförderten Maßnahmen ist es, den Teilnehmern die Aufnahme einer Berufsausbildung bzw. Arbeit zu ermöglichen.

Zu Beginn jeder Maßnahme findet eine Analyse zur Feststellung der Eignung und Neigung im Hinblick auf ein bestimmtes Berufsfeld bzw. Berufsbild statt. Wichtiger Bestandteil der Eignungsanalyse ist die Durchführung von Tests zu unterschiedlichen Themengebieten. In der Vergangenheit wurden standardisierte Tests in Papierform eingesetzt, die umfangreiche Auswertungsarbeiten zur Folge hatten.

Seit gut drei Jahren setzt die DAA das Assessmentmodul des Learning Management Systems b+r Learningcenter zur Durchführung der Tests ein. Allein im September 2011 wurden auf diese Weise ca. 91.000 Tests absolviert, während durchschnittlich 4.000 weitere Teilnehmer täglich mit dem Learning Management System arbeiteten. Durch die umfangreichen automatischen Auswertungsmöglichkeiten unmittelbar nach Beendigung der Tests wurden die Kosten deutlich gesenkt. Darüber hinaus erlaubt das Assessmentmodul den Abgleich der Testergebnisse mit den anonymisierten Ergebnissen früherer Teilnehmer, die identische Merkmale hinsichtlich Alter, Schulbildung, Migrationshintergrund etc. aufweisen.

„Der Nutzen schneller Ergebnisdarstellung und die vielfältigen automatischen Vergleichs- und Ausgabemöglichkeiten in Form standardisierter Texte werden von den Dozenten sehr geschätzt“, so Stefan Nolte, Testentwickler bei der DAA. „Für die Testentwicklung bietet das Assesmentmodul umfangreiche Möglichkeiten zur Konstruktion von Aufgaben. Verschiedene Aufgabentypen, variable Punktevergabe und die Einbindung von Grafiken ermöglichen die Erstellung von Tests zu vielfältigen Fragestellungen. Ein Werkzeug zur Evaluation hinsichtlich Schwierigkeit und Ergebnisverteilung für Gesamttests und einzelne Aufgaben rundet das Modul ab“.

Weitere Informationen beim b+r verlag, info@bplusr.de

Leitfaden E-Learning von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat einen kostenlosen Leitfaden zum Thema E-Learning ins Netz gestellt. Er bietet allgemeine Informationen zum Thema und wendet sich in erster Linie an Personen, die sich via E-Learnung weiterbilden möchten.

Prüferportal auf Basis des b+r Learningcenters

Prüf-Mit ist die Kommunikations- und Informationsplattform für Prüferinnen und Prüfer, die als Arbeitnehmer/-innen in die Prüfungsausschüsse der Industrie- und Handelskammern berufen worden sind. Ein zentrales Ziel der Plattform ist es, möglichst alle Prüferinnen und Prüfer zu erfassen, die als Arbeitnehmervertreter/-innen in den Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern mitarbeiten.

Da zahlreiche Funktionen aus dem Anforderungskatalog der Plattform bereits von dem Learning Management System (LMS) „b+r Learningcenter“ abgedeckt wurden, bot es sich an, das neue Portal auf Basis des LMS zu realisieren, um Kosten zu reduzieren.

Kommunikation
Die Plattform bietet u. a. Chat-Räume und Foren zur intensiven Kommunikation. Zudem werden darüber E-Mail-Verteiler zum Versand aktueller Nachrichten realisiert.

Erstellung von Prüfungsaufgaben

Um die Qualität von Prüfungen zu steigern, ist ein intensiver Erfahrungsaustausch zwischen Prüfer/-innen und Aufgabenerstellern und-erstellerinnen erforderlich. Die Plattform bietet den Rahmen, um diesen notwendigen Kommunikationsprozess zu gestalten.

Veranstaltungen / Seminare
Um Prüfer/-innen möglichst optimal auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vorzubereiten, werden Seminare und Veranstaltungen zum Prüfungswesen angeboten, welche auf der Plattform buchbar sind und dort auch verwaltet werden.

Integriertes CMS
Das integrierte Content Management System (CMS), welches ebenfalls vom b+r Learningcenter übernommen wurde, erlaubt die schnelle Anlage und Pflege des gesamten Internetauftritts.

Weitere Informationen zum b+r Learningcenter sowie zum Prüf-Mit-Portal erhalten Sie beim b+r verlag.

Kostenlose WBT-Module beliebt

Seit Dezember 2009 veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen kostenlose E-Learning-Module aus dem Programm von b+r. Dabei handelt es sich in der Regel um abgeschlossenen Lerneinheiten, die den von b+r angebotenen Web Based Trainings entnommen wurden und die eigenständig bearbeitet werden können.

Wie den Statistiken des Blogs zu entnehmen ist, erfreuen sich die kostenlosen WBT-Module großer Beliebtheit. Aus diesem Grund werden wir mit der Veröffentlichung fortfahren und wünschen viel Spaß beim Lernen.

Klicken Sie einfach im rechten Menü auf den Eintrag "Kostenlose Lerneinheit", um die entsprechenden Beiträge aufzulisten.

Lernen und Bildung erhöhen die Lebensqualität im Alter

Die Artikel beschäftigen sich zwar mit der Situation in Österreich, die ist aber sicherlich auf Deutschland übertragbar ist:

Noch immer nehmen Ältere ab dem 50. Lebensjahr
wesentlich seltener an Weiterbildung teil als Jüngere. Diese Befunde stehen in krassem Kontrast zur demographischen Entwicklung der “alternden Gesellschaft” und den daraus resultierenden Erfordernissen. Seitens der Einrichtungen und Angebote der Erwachsenenbildung besteht akuter Handlungsbedarf ...


Heft 13/2011 des Magazins erwachsenenbildung.at beschäftigt sich mit dem Thema "Erwachsenenbildung als Faktor aktiven Alterns" und ist m. E. absolut empfehlenswert.

Es kann kostenlos unter http://erwachsenenbildung.at/magazin/ heruntergeladen werden.

Suche

 

Aktuelle Beiträge

MOOCs, Skill Pills und...
Es war eine ambitionierte Premiere: Über 11 Wochen...
bplusr - 26. Jan, 11:22
Medienkompetenz als Lebenskompetenz...
Wo steht Deutschland international in der Nutzung der...
bplusr - 26. Jan, 10:55
eLearning - falsch verstanden
Das ist wieder einmal ein Beispiel für falsch...
Lore Reß (Gast) - 17. Jan, 16:00
Besuchen Sie uns auf...
Informieren Sie sich über die aktuellsten Angebote...
bplusr - 16. Jan, 16:04
E-Learning muss sich...
"Die Wachstumsprognosen für diese Art von Weiterbildung...
bplusr - 16. Jan, 15:59
Januar 2012
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
18
19
20
21
22
23
24
25
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 2236 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Jan, 11:22

Credits


xml version of this page
xml version of this page (summary)